Veschiedene Richtungen des Islams


Aus: http://www.payer.de/islam/islam.htm#Spaltungen

Nach dem Tode Muhammads spalteten sich die Gläubigen, weil sie sich über die Person des Nachfolgers Muhammads nicht einigen konnten:
Aus: http://members.telering.at/islam/index/basis/sufismus.htm

Sufismus  tasawwuf

 

Sufismus ist die Wissenschaft von der Weitergabe des Islam von Herz zu Herz oder wie das intimere Verhältnis zum Schöpfer erlangt wird (ichsaan). Sufismus ist die durch einen Lehrer (Meister, Scheich, Murschid, Pir) - welcher eine direkte Verbindung zu Muhammad (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm) verkörpert und zum tieferen Verstehen der Schr'ia gelebte Lehre des Islam hinführt.

 

Sufismus ist auch als Bezeichnung für institutionalisierte "tariqas" (Pl. richtig: turuuq ) bekannt geworden, welche meist unter dem Namen einer ihrer Meister oder dessen Herkunft bekannt sind. Es ist notwendig für einen Muslim, dass er sich diesem Weg zuwendet, wenn er den Islam richtig leben will. Sufi ist der Name, welcher einmal demjenigen gegeben wurde, welcher sich von den Vergnügen der Welt abwandte, um am Weg zu seinem Schöpfer nicht zu stolpern. Tassawuf ist eine andere Bezeichnung für Sufismus bzw. für die maximale Lebensqualität oder maximale geistige Dimension des Muslim: "Dienerschaft" in Bezeugung der Einheit.

 

Oder: Sufis sind diejenigen Muslime, welche sich mit Sufismus (tasawwuf) beschäftigen. Sufis sind daher keine Gruppen im Sinne von 'aqiidah.  Im Laufe der letzten 1000 Jahre haben sich verschiedene Tariqas (richtig Pl. turuuq) gebildet, welche den Eindruck von Gruppen erwecken können, doch sind sie dies nur im Sinne von unterschiedlichen Entwicklungen oder Praktiken und nicht im Sinne neuer Glaubenselemente. ('aqiidah.)

 

Der Begriff "Sufismus/Sufi" wird allerdings auch von Gruppen vereinnahmt, welche die schar'iat leugnen oder jedenfalls nicht wichtig genug finden sie zu praktizieren oder sich erahaben fühlen und allein deshalb nichts mit Sufismus zu tun haben; für diese Gruppen werden besonders von den hashawiah (das sind die Antropomorphisten, welche geschichtlich betrachtet als Wahabiten und neuerdings als Salafi auftreten) als Argumnet gegen Sufis verwendet.

 

haqqigat (die Wahrheitserklenntnis erlangen) ist bur für diejenigen Muslime möglich, die einer tariqat angehören, also durch einen geistigen Führer dort hin geführt werden; muslim zu sein ist nur für denjenigen möglich, , welcher die shariaht anerkennt und sich bemüht sie zu befolgen; das ist unausweichliche Weg des Sufismus, bzw. des Muslims, der nicht nur auf der kulturellen Ebene dahinschwimmt.



Aus: http://www.lpb.bwue.de/aktuell/bis/4_01/islam02.htm
Sunniten: Die Mehrheit der Muslims, ca. 85 bis 90 %, die sich nach der Sunna des Propheten so nennt.

Schi'iten: Eigentlich die Schi'at Al î, "die Partei Al îs", die Anhänger von Muhammeds Vetter und Schwiegersohn Al î, die in diesem und bestimmten seiner Nachkommen die rechtmäßigen Nachfolger Muhammeds sehen. Auch sie erkennen die Sunna des Propheten an, hatten und haben aber andere Auslegungen von Koran und Sunna hinsichtlich der religiös-politischen Machtausübung entwickelt. Sie teilten sich später in die "Fünfer-", die "Siebener-" und die "Zwölferschiiten" (nach dem 5., dem 7. oder dem 12. Imam, d. h. potentiellen religiösen Führer unter den Nachkommen Al îs, den die jeweilige Gruppe als den letzten, für sie wichtigen, anerkennt). Im Iran ist die Zwölfer-Schi'a Staatsreligion. Über die Hälfte der Bevölkerung des Irak, auch des Libanon ist heute schi'itisch. Im Jemen ist die Fünferschi'a verbreitet. Die Schi'ten haben ihre eigene Rechtsschule, die Dscha'fariyya

Aus: http://www.payer.de/islam/islam.htm

Nach sprachlichen und kulturellen Zusammengehörigkeiten kann man "fünf Farben des Islam" unterscheiden:

  1. arabischer Islam: Nordafrika, Vorderer Orient
  2. türkischer Islam: Türkei, Zentralasien, China
  3. irano-indischer Islam: Iran, Afghanistan, Pakistan, Bangladesch, Indien
  4. malaiischer Islam: Indonesien, Malaysia, Philippinen
  5. schwarzer Islam: Schwarzafrika, USA